MES-Module einfach erklärt
Online-Fachbuch der MES-Plattform
Version 2.1.23

MES-Modul | Produktion

BDE – Betriebsdatenerfassung einfach erklärt

Betriebsdatenerfassung bedeutet, dass produktionsbezogene Rückmeldungen direkt am Entstehungsort erfasst werden. Dazu gehören Auftragsstart, Auftragsende, Gutmenge, Ausschuss, Nacharbeit, Arbeitsgangstatus und häufig auch Personal- oder Unterbrechungszeiten.

Kurzdefinition

Betriebsdatenerfassung bedeutet, dass produktionsbezogene Rückmeldungen direkt am Entstehungsort erfasst werden. Dazu gehören Auftragsstart, Auftragsende, Gutmenge, Ausschuss, Nacharbeit, Arbeitsgangstatus und häufig auch Personal- oder Unterbrechungszeiten.

Was bedeutet dieses Modul?

Betriebsdatenerfassung bedeutet, dass produktionsbezogene Rückmeldungen direkt am Entstehungsort erfasst werden. Dazu gehören Auftragsstart, Auftragsende, Gutmenge, Ausschuss, Nacharbeit, Arbeitsgangstatus und häufig auch Personal- oder Unterbrechungszeiten.

Für die MES-Einführung ist wichtig, den Begriff nicht nur als Modulnamen zu verwenden. Entscheidend ist, welche konkrete Aufgabe im Prozess unterstützt werden soll und welche Daten dafür zuverlässig verfügbar sein müssen.

Was wird erfasst oder gesteuert?

  • Fertigungsauftrag, Arbeitsgang und Arbeitsplatz
  • Start, Unterbrechung, Fortsetzung und Ende eines Arbeitsgangs
  • Gutmenge, Ausschussmenge und Nacharbeitsmenge
  • Rüstzeiten, Bearbeitungszeiten und Wartezeiten
  • Rückmeldegründe, Störungen und Bemerkungen aus der Fertigung

Typisches Beispiel aus der Produktion

Ein Mitarbeiter startet einen Arbeitsgang am Terminal, meldet nach der Bearbeitung 480 Gutteile und 12 Ausschussteile zurück und erfasst den Grund für eine Unterbrechung. Planung und Arbeitsvorbereitung sehen den aktuellen Auftragsfortschritt sofort, statt erst nach einer nachträglichen ERP-Buchung.

Welchen Nutzen hat das Modul?

BDE schafft aktuelle Auftragsstände und reduziert Papier, Nachpflege und Rückfragen. Sie ist häufig die Grundlage für Terminaussagen, Nachkalkulation, Kapazitätsbewertung und spätere Potenzialberechnung.

Typische Fehler bei der Beschreibung

  • BDE wird nur als digitale Stempelkarte verstanden und nicht mit Auftragsfortschritt verbunden.
  • Es werden zu viele Pflichtangaben verlangt, sodass die Akzeptanz im Shopfloor sinkt.
  • Rückmeldegründe sind nicht standardisiert und später kaum auswertbar.

Gehört das immer ins MES?

BDE gehört in vielen MES-Projekten zum Kernumfang. Wenn das ERP bereits einfache Rückmeldungen unterstützt, muss geprüft werden, ob diese für aktuelle Produktionssteuerung, Qualität und Kennzahlen ausreichen.

Fragen für Lastenheft und Auswahl

  • Welches konkrete Problem soll dieses Modul lösen?
  • Welche Daten müssen erfasst, übernommen oder zurückgemeldet werden?
  • Welches System ist für diese Daten fachlich führend?
  • Welche Rollen arbeiten täglich mit der Funktion?
  • Welche Auswertungen, Nachweise oder Entscheidungen müssen möglich sein?
  • Welche Schnittstellen zu ERP, Maschinen, CAQ, HR oder anderen Systemen sind erforderlich?
  • Welche Fehler, Ausnahmen und Korrekturen müssen unterstützt werden?

Häufige Fragen zu Betriebsdatenerfassung

Was ist Betriebsdatenerfassung?

Betriebsdatenerfassung bedeutet, dass produktionsbezogene Rückmeldungen direkt am Entstehungsort erfasst werden. Dazu gehören Auftragsstart, Auftragsende, Gutmenge, Ausschuss, Nacharbeit, Arbeitsgangstatus und häufig auch Personal- oder Unterbrechungszeiten.

Welchen Nutzen hat Betriebsdatenerfassung?

BDE schafft aktuelle Auftragsstände und reduziert Papier, Nachpflege und Rückfragen. Sie ist häufig die Grundlage für Terminaussagen, Nachkalkulation, Kapazitätsbewertung und spätere Potenzialberechnung.

Gehört Betriebsdatenerfassung immer in ein MES?

BDE gehört in vielen MES-Projekten zum Kernumfang. Wenn das ERP bereits einfache Rückmeldungen unterstützt, muss geprüft werden, ob diese für aktuelle Produktionssteuerung, Qualität und Kennzahlen ausreichen.